Eine der neuesten Entwicklungen ist eine Art von Alarmanlage für Mobilfunktelefone. Dazu wird auf den Telefonen eine bestimmte Software installiert. Meldet man den Diebstahl seines Mobilfunktelefons, so wird per Fernbedienung das System ausgelöst. Zunächst gibt das Handy einen menschlichen Schrei von sich. Danach werden mittels einer so genannten wipe-and-lock (Löschen und Verschließen) Funktion relevante persönliche Daten gelöscht und das Handy gegen jeden weiteren Zugriff gesperrt. Dieses innovative System wird bereits erfolgreich in England eingesetzt. Das Ergebnis einer Studie, die von einem in England führenden Mobilfunkprovider in Auftrag gegeben wurde, hat gezeigt, dass allein in London jährlich über 10.000 Mobilfunktelefone entwendet werden. Weiterhin kam die Studie zu dem Schluss, dass für das jeweilige Individuum nicht der materielle Verlust, also das Telefon als solches, das Problem darstellt sondern vielmehr, dass sensible, persönliche Daten in die falschen Hände geraten können. Gerade bei geschäftlich genutzten Mobilfunktelefonen sind die Folgeschäden durch Informationstransfer oder Datenmissbrauch weitaus höher einzuschätzen als der materielle Verlust der durch den Diebstahl des Gerätes entsteht. Da die aktuellen Geräte alle über Internetzugriffe via GPRS, UMTS etc. verfügen und im geschäftlichen Einsatz Termine, Adressen, Aufgaben und so weiter permanent mit den Firmennetzwerken abgeglichen werden, erhält derjenige, der das Gerät stiehlt, unter Umständen vollen Zugriff auf das Intranet der jeweiligen Organisation. Im Gegensatz zum Diebstahl anderer Wertgegenstände wird der Diebstahl eines Mobiltelefons im Durchschnitt nach 30 Sekunden bemerkt. Werden dann unverzüglich die richtigen Schritte eingeleitet und das Telefon als gestohlen gemeldet, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Dieb noch in hörbarer Entfernung befindet relativ hoch, schließt die oben angesprochene Studie.