Ein weiterhin sehr beliebter Dienst ist der Download von Klingeltönen. Das Mobiltelefon kann nach belieben mit verschiedenen Klingeltönen versehen werden – von den neuesten Musikhits bis hin zu alten Klassikern. In der heutigen Gesellschaft wird der Verbraucher regelrecht von Werbung rund um Klingeltöne überhäuft. Gerade Jugendliche nutzen diesen Service ausgiebig und aktualisieren regelmäßig ihr Mobiltelefon. Ein Blick durch die angebotene Bandbreite der Töne zeigt, dass das Anfordern eines Klingeltons in der Regel EUR 2,00 kostet. Gerade bei Jugendlichen besteht hier die Gefahr von überhöhten Rechnungen, wenn ständig neue Klingeltöne herunter geladen werden. Besonders verpönt sind die so genannten Abos. Hier verpflichtet sich der Verbraucher, einen dauerhaften Vertrag mit regelmäßigen Downloads einzugehen. Die Kosten sind unüberschaubar.
Prinzipiell können Klingeltöne in verschiedene Kategorien unterteilt werden. Neben monophonen Klingeltönen gibt es polyphone Klingeltöne und Realsounds. Ganz neu sind Videoklingeltöne, die sich gerade auf dem Markt etablieren.
Monophone Klingeltöne waren die ersten Klingeltöne die auf den Markt gebracht wurden. Ältere Modelle unterstützen diesen Typ. Diese Art Klingelton ist einstimmig und besteht aus einer Tonfolge. Monophone Klingeltöne werden heutzutage nur noch vereinzelt angeboten.
Polyphone Klingeltöne hingegen sind mehrstimmig und bieten im Vergleich zu den monophonen Tönen ein völlig anderes Klangergebnis. Sie klingen meist wie ein Instrumentalstück eines bekannten Liedes. Vor dem Download eines polyphonen Klingeltons sollte unbedingt beachtet werden, ob das Mobiltelefon diese auch unterstützt. Wobei die neuen Modelle dies allesamt tun.
Realsounds sind Ausschnitte aus bekannten Charthits und anderen Liedern. Realsounds werden von den Anbietern als mp3- oder als wave- Datei zur Verfügung gestellt. Auch hier sollte überprüft werden, ob das Handymodell diesen Klingeltontyp unterstützt.
Videoklingeltöne etablieren sich gerade auf dem Markt. Wird der Mobilfunkteilnehmer angerufen, ertönt nicht nur ein Realsound sondern es erscheint auch ein dazugehöriges Video im Display. Gerade für aktuelle Charthits und Bands findet dieser Dienst Anklang.
Zur Übertragung der Klingeltöne gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die entsprechenden Musikdateien können zum einen mit einem Datenkabel vom PC auf das Mobiltelefon übertragen werden. Zum anderen kann hier auch die Bluetooth- bzw. Infrarotschnittstelle genutzt werden.
Hat das Mobiltelefon keine der genannten Schnittstellen und Anschlüsse, kann der Verbraucher den gewünschten Klingelton über das WAP-Portal direkt auf das Mobiltelefon laden.
Eine Alternative zum Download ist die eigene Erstellung von Klingeltönen. Die meisten Mobiltelefone verfügen über einen Soundeditor, über den mittels Tastatur eigene Tonfolgen eingegeben werden können. Gerade im Bereich der monophonen Klingeltöne empfiehlt sich die Nutzung des Soundeditors.
Zudem kann das, in den meisten Modellen integrierte, Mikrofon zur Aufnahme von Realsounds direkt aus dem Radio genutzt werden. Die Qualität kommt durch eventuell auftretende Nebengeräusche nicht der eines Downloads gleich.
Ring-Up-Tones sind Ausschnitte aus Musikstücken. Dieses Musikstück hört ein Anrufer neben dem bekannten Freizeichen solange, bis das Gespräch an der Gegenseite angenommen wird. Außerdem ist es möglich, jedem Anrufer oder jeder Anrufergruppe einen eigenen Ring-Up-Tone zuzuordnen, wobei man auch zwischen den Tageszeiten variieren kann. Für den Anrufer ist dieser Service kostenlos.