Eine Standardfunktion, die mittlerweile jeder Handytyp unterstützt ist SMS. SMS steht für Short-Message-Service. Hier werden Textnachrichten von Mobiltelefon zu Mobiltelefon übermittelt. Mittlerweile bieten jedoch auch viele Mobilfunknetzbetreiber einen Dienst an, bei dem SMS auch auf Festnetztelefone übertragen werden können. Der Empfänger nimmt dabei sein Festnetztelefon ab und bekommt die Nachricht von einer Computerstimme vorgelesen. Zu Beginn der Mobilfunkentwicklung wurden SMS als ein Abfallprodukt angesehen und von den Betreibern als Bonus kostenlos angeboten. Nachdem sich dieser Service jedoch auf dem Markt etabliert hat, erheben die Mobilfunknetzbetreiber Gebühren für das Versenden. Statistisch werden mit einem Handy mehr SMS übertragen als Telefonate geführt. Der Begriff bzw. die Abkürzung SMS hat an solch einer Bedeutung gewonnen, dass er sogar in den Duden aufgenommen wurde. Für taubstumme Nutzer ist die SMS eine Möglichkeit der Kommunikation – ohne Gebärdensprache. Die Texte können Buchstaben, Zahlen und alphanumerische Zeichen enthalten.
Eine SMS wird vom Absender prinzipiell zunächst an eine Nachrichtenzentrale des Netzbetreibers geschickt. Hier werden die nötigen Informationen, wie zum Beispiel die Nummer des Empfängers, elektronisch gelesen und entsprechend an diesen weitergeleitet. Eine direkte Nachrichtenübertragung von Mobiltelefon zu Mobiltelefon ist nicht möglich.
Eine Kurznachricht besteht aus zwei Bausteinen. Im so genannten „Header“ werden die Zielnummer, die Absendernummer und zum Beispiel die Gültigkeit der Nachricht angeführt. Ein weiterer Baustein ist der „Body“. Hier ist die eigentliche Kurznachricht zu sehen, die der Empfänger erhalten soll. Eine Kurzmitteilung ist auf 160 Zeichen begrenzt, jedoch können mehrere SMS zusammenhängend versendet werden. Je nach Gerätetyp werden die SMS beim Empfänger wieder aneinandergehängt und als eine große Nachricht mit mehr als 160 Zeichen dargestellt.
Viele Handynutzer nehmen die SMS als Möglichkeit, mit anderen Handybesitzern zu kommunizieren, um zum Beispiel Termine oder Treffen zu vereinbaren. Eine weitere Möglichkeit, den SMS-Dienst zu nutzen, ist die Benachrichtigung über eingegangene E-Mails oder Voicemails. Ebenso können Nutzer Klingeltöne, Handylogos oder Handyspiele per SMS empfangen und anschließend auf ihrem Mobiltelefon speichern.
Die Mobilfunknetzbetreiber unterstützen derweil auch das Versenden von SMS, um auf Aktionen hinzuweisen, wie zum Beispiel das kostenlose Versenden von Kurznachrichten an bestimmten Tagen wie Nikolaus oder Silvester. Die Netzbetreiber weisen ihre Kunden auch per SMS darauf hin, dass sich eine neue Rechnung im Online-Portal für den abgelaufenen Zeitraum befindet – sofern man auf das Versenden von postalischen Rechnungen verzichtet hat.
Eine weitere Entwicklung im Bereich der SMS ist das T9-Wörterbuch -Text on 9 Keys. Bei alten Handymodellen musste eine Taste für einen Buchstaben entsprechend oft gedrückt werden. Die Eingabe von Nachrichten und Buchstaben ist durch T9 nicht mehr so aufwendig und eine SMS kann innerhalb von Sekunden geschrieben werden. Wollte man nach der alten Methode das Wort „Hallo“ tippen, so musste auf den alten Handys folgendes eingegeben werden: 4422555-Pause-555666 (13 Anschläge) mit T9 verkürzt sich die Tastenfolge auf 42556 (5 Anschläge). Dies ist einer der Vorteile von T9. Leider ist der Wörterbuchumfang von T9 begrenzt. So werden Fachbegriffe und Eigennamen nicht erkannt. Da T9 ein Wörterbuch mit einer lernfähigen Texterkennung ist, werden bei den neueren Versionen häufig benutzte Wörter automatisch in das Wörterbuch aufgenommen.
Da der Versand einer SMS auf 160 Zeichen beschränkt ist, wurde ein Programm entwickelt, um ausgehende Kurzmitteilungen zu komprimieren. Der Nutzer hat hierbei die Möglichkeit eine SMS mit bis zu 400 Zeichen zu erstellen. Der Komprimierungsprozess führt die 400 Zeichen zu 160 Zeichen zusammen, so dass dem Mobilfunkteilnehmer lediglich die Gebühr für den Versand einer SMS berechnet wird. Der Versand von komprimierten Kurzmitteilungen kann nur erfolgen, wenn beide Mobilfunkteilnehmer über die Software verfügen.
Um Gefühle in einer SMS oder Instant Message ausdrücken zu können, haben sich so genannte Emoticons herauskristallisiert. Emoticon setzt sich aus den Wörtern Emotion (Gefühl) und Icon (Symbol) zusammen. Die gängigsten Emoticons drücken lachen :-), zwinkern ;-) und Traurigkeit :-( aus. Durch den regelmäßigen Gebrauch dieser werden immer neue Emoticons entwickelt.