Die Mobilfunk- und Mobiltelefonindustrie konnte in den letzten Jahren stetiges Wachstum verzeichnen. Mit Entwicklung der Netze und schließlich der Bereitstellung der D- und E-Netze wurde das Mobiltelefonieren für Jedermann erschwinglich. Die Preise für die Geräte und auch die Mobilfunktarife haben sich angepasst. Im Jahr 2003 wurden zum Beispiel 533 Millionen Mobiltelefone verkauft. Dies resultiert zum einem aus dem „Handy-Boom“ und zum anderen daraus, dass viele Besitzer ihre alten Geräte durch neue, kleinere und leistungsfähigere Modelle ausgetauscht haben. 2005 wurden sogar über 817 Millionen Mobiltelefone verkauft. Laut statistischen Berechnungen und Berichten wird im Jahr 2006 die Grenze von 1 Milliarde verkaufter Geräte überschritten. Dies beruht jedoch nur auf Erhebung von Marktanalysen und stellt keinen gesicherten Wert dar.
Länder wie zum Beispiel Deutschland haben einen relativ gesättigten Markt. Viele Bürger besitzen bereits seit Jahren Mobiltelefone oder haben sich auch erst jetzt diesem Trend angeschlossen. Um weiterhin die Umsätze zu steigern, versuchen die Mobilfunkhersteller und –betreiber alles, um neue Kunden zu erreichen. Die Handys bekommen immer mehr Zusatzfunktionen oder werden in Sonderaktionen für wenig Geld in Verbindung mit einem Laufzeitvertrag angeboten. Zudem wird versucht, Handys mit Laufzeitverträgen mit der Beigabe von Notebooks oder Spielekonsolen abzusetzen.
Da Bestandskunden nach Ablauf der 24monatigen Vertragslaufzeit mit einem neuen und subventionierten Mobiltelefon gelockt werde, ist die Kundenbindung relativ stark. Selten wechselt ein Mobilfunkteilnehmer zwischen den Netzanbietern und stimmt einer Vertragsverlängerung daher meist zu. Die meisten Geschäfte werden daher mit Bestandskunden getätigt. Dies erhöht zwar den Absatz der Mobilfunkgeräte, aber der Umsatzwachstum gesamt erhöht sich nur geringfügig.
Einen regelrechten Umsatzboom brachten im Jahr 2004 Smartphones und PDAs.