Das Fotohandy

Ein Trend kristallisierte sich heraus, als 1999 das erste Mobiltelefon mit integrierter Digitalkamera auf den Markt gebracht wurde. 2001 wurden diese auch in Deutschland eingeführt. Bei den meisten Mobiltelefonen werden die Kameras auf der Rückseite verbaut. Zu Beginn der Entwicklung war die Bildqualität noch sehr schlecht, denn die Bilder konnten aufgrund der vorhandenen Fotosensortechnik nur mit einer schlechten Auflösung aufgenommen werden. Mittlerweile gibt es jedoch integrierte Digitalkameras mit bis zu 7 Megapixeln. Die Bildqualität ist hier entsprechend gut. Die Lichteinwirkung spielt eine wichtige Rolle. Für Aufnahmen in der Dunkelheit kann optional ein externes Blitzgerät gekauft und angesteckt werden. Die neuen Mobiltelefone verfügen zwar immer häufiger über ähnliche Lichtquellen wie die Blitze an Kameras, jedoch ist die Lichtstärke immer noch unzureichend. Mit der neuen Kameratechnik können ebenfalls kurze Videosequenzen aufgenommen und abgespielt werden. Die Aufnahmen können auf den Mobiltelefonen gespeichert werden und der Benutzer hat die Möglichkeit, Bilder und Videosequenzen per MMS zu versenden. Ferner können die Aufnahmen per Infrarot, Datenkabel oder Bluetooth auf den PC übertragen werden. Durch Fotohandys wird mitunter auch die Privatsphäre fremder Personen verletzt, wenn diese missbraucht werden, zum Beispiel durch heimliche Aufnahmen in Umkleidekabinen. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass mit Fotohandys, die eine gute Auflösung haben, innerhalb eines Unternehmens Fotos von Betriebs- und Produktionsprozessen oder gar von neuen Produktkreationen erstellt und an die Konkurrenz verkauft werden. Der neueste Trend sind so genannte Handyreporter. Zeitungen und Fernsehsender zahlen bis zu 500 € bei der Veröffentlichung des übersendeten Materiales. Ein Trend, der in anderen Ländern zum Beispiel Asien, bereits soweit ausgeprägt ist, dass dort bei Berichterstattungen bereits über 10% des Materials von privaten Nutzern eines Fotohandys erstellt wird.

Foto-Handys können demnächst auch zum Lesen von Barcodes verwendet werden. Damit ist es möglich aus dem Barcode eines Produktes detaillierte Informationen zu erfahren, wie zum Beispiel die genaue Zusammensetzung eines Müsli-Riegels. Für Allergiker und Diabetiker ist dies von Bedeutung, da die Zusammensetzung von Lebensmitteln für sie wichtig ist.

Diese Software für das Handy kann auch noch Barcodes anderer Produkte analysieren. So ist es möglich, den Barcode von einem Buch zu scannen und dann einen Preisvergleich bei bekannten Online-Shops anzufordern.

(c) Handycluster.de
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