Im Mobilfunkbereich gibt es zwei Übertragungstechniken – TDMA und CDMA.
Das TDMA-Verfahren (Time Division Multiple Access) findet innerhalb der GSM-Netze Anwendung. Im GSM-Netz ist jeder Übertragungskanal in acht Zeitschlitze unterteilt, so dass acht Mobiltelefone einen gemeinsamen Kanal nutzen können. Von diesen acht Zeitschlitzen, kann jedoch jeweils immer nur einer Kontakt mit der Basisstation aufnehmen. Die Zeitschlitze kontaktieren einer nach dem anderen die Basisstation um Daten zu empfangen bzw. zu senden. Die dabei entstehende Zeitverzögerung beläuft sich im Bereich der Millisekunden und ist für den Mobilfunkteilnehmer daher nicht wahrnehmbar.
Auf diese Art und Weise kann also das zur Verfügung stehende Frequenzband optimal genutzt werden. Diese Art der Datenübertragung nutzt die vorhandenen Ressourcen optimal aus. Da bei der Entwicklung die Übertragung von Sprachdaten im Vordergrund stand, wurden die Zeitschlitze so gewählt, dass die Sprachqualität für die Nutzer optimal war und so viel Nutzer wie möglich gleichzeitige Sprachverbindungen über denselben Kanal aufbauen konnten. Die Nachteile, dass die möglichen Datenverbindungen automatisch durch dieses Verfahren limitiert wurden, waren zunächst sekundär, da zum Zeitpunkt der Einführung dieses Verfahren der Datenanwendung selten waren und im Vergleich zum vorhergehenden Datenübertragungsverfahren selbst diese limitierte Version einen echten Fortschritt darstellte.
Die im Laufe der Zeit höheren Datenraten, die von den Mobilfunknetzbetreibern angeboten wurden, als dies der Markt erforderte, resultieren daraus, dass einem Nutzer für seine jeweilige Datenübertragung mehr Ressourcen zugeordnet wurden. Also nicht nur ein Zeitschlitz, wie für eine einfache Sprachverbindung, sondern bis zu vier Zeitschlitze. Dies bedeutete technisch, dass nicht nur Verbindungen von 9.600 Bit/s möglich waren sondern eben entsprechend eine viermal so hohe Datenrate (38.400 Bit/s). Damit wurde den sich wandelnden und neu hinzukommenden Anwendungen des Handys Rechung getragen. Zu Beginn war das Abrufen und Schreiben von E-Mails etwas Besonderes, ebenso wie der Zugriff auf das Internet. Mit den immer leistungsfähigeren Geräten und zum Beispiel dem sich immer weiter entwickelnden Internet sind höhere Datenübertragungsraten unabdingbar.
UMTS-Netze nutzen das CDMA-Verfahren (Code Division Multiple Access). Bei diesem Übertragungsverfahren können die Mobilfunkteilnehmer ihre Daten zur gleichen Zeit versenden. Anders als im GSM-Netz, wo jeder Teilnehmer eine Frequenz zugewiesen bekommt, nutzen im UMTS-Netz alle Teilnehmer die gleiche Frequenz.
Es muss jedoch gewährleistet werden, dass die Informationen auf dem Übertragungsweg nicht an eine falsche Stelle weitergeleitet werden. Die Daten werden mit einem Code versehen. Einfach dargestellt, werden die Daten also verschlüsselt beziehungsweise der Code wird den Daten des Benutzers hinzugefügt. Je mehr Teilnehmer nun gleichzeitig senden wollen, umso länger muss dieser Code zur Unterscheidung der einzelnen Datenströme werden. Was wiederum bedeutet, dass es die tatsächliche Bandbreite pro Nutzer entsprechend verringert. Dies ermöglicht die Unterscheidung und das Herausfiltern der verschiedensten Daten.